Leistungspaket 1
HU-Bau / EntwurfPlanungsbegleitende Datenerfassung

Oktober 2001
Version 1

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1. Aufgabenstellung und Rahmenbedingungen

Zusätzlich zu den üblichen Planungsaktivitäten soll zur Dokumentation der Raumanforderungen und der während der HU-Bau festgelegten Planungsinformationen an Räumen ein Raumbuch planungsbegleitend und fachübergreifend in MORADA geführt werden. Die in MORADA einzutragenden Informationen werden von den beteiligten Fachplanern geliefert. Es wird davon ausgegangen, dass diese Informationen bereits für die Planungstätigkeit von den Fachplanern für ihre eigenen Zwecke dokumentiert werden.
Für die Gebäudegliederung und die Räume ist allein der Architekt zuständig. Raumanforderungen und/oder Ausstattungen werden erst dann importiert, wenn der Architekt die betroffenen Räume freigegeben hat.

2. Konzept

Vorausgesetzt wird eine Datenhaltung für Räume beim Architekten, z.B. im CAD-System mit Attributen an Raumpolygonen oder ein genehmigtes Raumprogramm in RBK1.
Über Schnittstellen wird eine Gebäudegliederung in MORADA erzeugt. Die Raumnummer muss eindeutig sein. Sie dient als Schlüssel für mögliche Datenabgleiche oder den Import von Fremddaten.
Auf Basis der ersten Gebäudegliederung in MORADA werden in MORADA Excel-Erfassungsdateien für die einzelnen Fachplaner erzeugt. In diesen Exceldateien können entweder Raummerkmale (Anforderungen) oder Raumausstattungen beschrieben werden. Pro Ausstattungstyp (Katalogelement) ist eine eigene Exceldatei erforderlich. Raummerkmale für einen Fachplaner können auch zur besseren Übersicht auf mehrere Dateien aufgeteilt werden. Die Exceldateien werden an die Fachplaner weitergegeben und dort gefüllt. Gefüllte Exceldateien werden durch den Verwalter der Masterdatenbank wieder in MORADA importiert. Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.
Die Gebäudegliederung selbst wird in MORADA gepflegt, d.h. hier werden neue Räume angelegt, gelöscht oder verschoben.
Alternativ ist der Import und der Abgleich von Fremddaten, z.B. bürospezifische Tabellen oder Datenbankexporte, auch für die Gebäudegliederung selbst, nach MORADA möglich. Beim Verwalter der Masterdatenbank entsteht dadurch ein höherer Aufwand.

3. Aufgaben

3.1. Initialisierug Datenbank

Die Gebäudegliederung wird nach Abstimmung mit dem Auftraggeber in MORADA erstellt.
Der Datenbestand des Architekten liegt als Exceltabelle vor. Darin sind mindestens enthalten: Bauteil, Geschoss, Raumnummer, Raumbezeichnung, Soll- und Istfläche, Nutzungsart (Code nach DIN 277). Weitere Raummerkmale können enthalten sein. Die Räume werden mit ihren Merkmalen nach MORADA einmalig importiert. Damit ist die Raumbuchgrundlage für die weitere Datenerfassung geschaffen.

3.2. Abstimmung des Dokumentationsumfanges

Die Datenerfassung erfolgt über Exceltabellen, in denen Raummerkmale in Spalten zu Räumen abgebildet werden. Die Exceltabellen können auch Ausstattungen in Räumen beschreiben. Mit dem Auftraggeber und allen Planungsbeteiligten wird der Dokumentationsumfang abgestimmt. Der Dokumentationsumfang bestimmt den Umfang Exceltabellen.
Es wird ein Zeitplan festgelegt, nach dem die von den Planungsbeteiligten gelieferten Daten konsolidiert werden und neu verteilt werden.

3.3. Koordination der Datenerfassung

Der AN nimmt an den wichtigsten Planungs- und Abstimmungsgesprächen im Rahmen des Neubauprojektes in der Phase HU-Bau teil. In der Startphase übernimmt der AN in einer dieser Besprechungen die Einführung der Beteiligten in das Raumbuchprojekt und erläutert die Vorgehensweise anhand von Beispielen. In zwei weiteren Besprechnungen sind Abstimmung und Klärung spezifischer Fragen vorgesehen.
Der AN erzeugt gemäß Ziffer 2.2 für jeden Fachplaner spezifische Exceltabellen und verteilt diese über Mail oder CD-ROM. Zu den festgelegten Termin werden die gefüllten Exceltabellen an den AN geliefert und spätestens 1 Woche nach diesem Termin neu verteilt. Zu diesen Zeitpunkten werden neu vom Architekten erzeugte Räume für die Fachplaner verfügbar.

3.4. Import/Datenabgleich von Fremddaten

Falls durch Planungsbeteiligte Daten geliefert werden, die nicht in einer MORADA-Excel-Datei gespeichert sind, werden diese Daten konvertiert und nach MORADA importiert. Dies ist in der Regel beim Fachplaner für Medizintechnik der Fall, der ein eigenes Raumbuch führt.
Diese Position ist auch dann anzuwenden, wenn für den Architekten die führende Datenhaltung nicht MORADA ist, sondern eine eigene.

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